Hüpf dich wach

Hüpf dich wach – 3 easy Tricks für mehr Energie im Alltag

Woche 1: Wir holen uns unsere Energie zurück

Ich weiß nicht, wie es dir morgens geht. Aber da du hier auf diesem Blog hängen geblieben bist, vermute ich: ungefähr so wie mir.

Ich stehe auf. Müde Augen, Laune so mittel, Akku gerade noch im grünen Bereich. Ein Kampf ums Zähneputzen später. Akku rot. Dann bringst du natürlich trotzdem die Kinder in die Schule oder den Kindergarten. Vielleicht rennst du direkt weiter zur Arbeit oder räumst schnell noch die Küche auf. Plötzlich ist es gerade mal zehn Uhr morgens. Keiner reicht dir ein Knoppers. Du denkst nur: Wie soll ich diesen laaaangen Tag bitte schaffen ohne im Stehen einzuschlafen?

Zeit etwas zu ändern

Ich kenne dieses Gefühl so gut, dass ich mir manchmal einbilde, ich hätte es erfunden. Trotzdem habe ich den festen Entschluss gefasst, etwas zu ändern.

Nicht zum Neujahrstag. Bei mir ist gerade kurz vor Frühlingsbeginn. Für mich der perfekte Zeitpunkt, neu zu starten. Die ersten warmen Sonnenstrahlen wirken schließlich schon wie eine kleine Glückspille.

Dieser Artikel und dieser ganze Blog ist kein perfekter Ratgeber von jemandem, der sein Leben komplett im Griff hat. Ich sitze morgens auch nicht um fünf Uhr meditierend auf dem Balkon und grinse anschließend entspannt durch alle Hindernisse des Lebens.

Das bin ich nicht.

Ich bin Grundschullehrerin, Mama von zwei Kindern. Mein Alltag besteht meistens aus Brotdosen, Wäschebergen, tausend kleinen To-Do-Zetteln. Dazu kommen noch die Dinge, die ich garantiert vergessen habe und die irgendwo in meinem Hinterkopf lauern.

 

Familienchaos, Müdigkeit, Überforderung, Mamaleben, mehr Energie.
Na, kennst dus?

Genau deshalb ist dieser Blog ein bisschen wie mein Tagebuch. Ich möchte meine Lebensenergie zurückholen. Ebenso meinen Spaß, meine Beklopptheit und meine Kreativität. Schritt für Schritt. Woche für Woche. Dabei nehme ich dich einfach mit.

Wir starten gemeinsam. Willkommen bei Woche 1.

Wie bekomme ich meine Lebensenergie zurück?

Bevor wir über Tipps sprechen, müssen wir kurz über etwas anderes reden.

Über Schuld.

Oder genauer gesagt über die Tatsache, dass du keine hast. Ich übrigens auch nicht. Du bist nicht schuld daran, dass du erschöpft bist. Sehr vielen Menschen geht es so. Niemand macht hier grundsätzlich etwas falsch.

Du versuchst jeden Tag alles gleichzeitig zu schaffen. Du kümmerst dich um die Kinder. Wahrscheinlich auch um deinen Partner. Dazu kommen Job, Termine, Essen, Geburtstagsgeschenke, Klassenchats, Arzttermine, Wäscheberge, Einkäufe, emotionale Krisen, Haushalt. Neue Kinderklamotten müssen ebenfalls organisiert werden. Wohin eigentlich mit den alten Sachen. Warum wachsen Kinder so unfassbar schnell?

Nebenbei versuchst du auch noch eine halbwegs nette, spaßverstehende, menschliche Version deiner selbst zu bleiben. Du bist die Person, die alles zusammenhält. Du planst, organisierst, trägst Emotionen.

Von der Gesellschaft werden Frauen gern Superheldinnen genannt. Das klingt nett, macht es aber auch bequem. Denn es ist einfacher, Frauen oder besonders Mütter Superheldinnen zu nennen, als gesellschaftliche Strukturen zu verändern.

Nur ein kleines Problem gibt es dabei. Wir sind keine Heldinnen. Keine Superspinne hat uns gebissen. Woher die anderen Superhelden ihre Kräfte haben, weiß ich nicht genau. Mir ist jedenfalls so etwas nie passiert.

Kein Wunder also, dass dein Körper irgendwann sagt: Stopp.

Raus aus dem Überlebensmodus

Hier taucht ein Begriff auf, den man gerade überall hört.

Überlebensmodus.

Der Körper glaubt dauerhaft, funktionieren zu müssen. Stresshormone bleiben hoch. Der Kopf bleibt angespannt. Gleichzeitig spart der Körper Energie, weil er denkt, sie später dringend zu brauchen. Viele Online-Tipps klingen so, als gäbe es einen magischen Button.

Ein bisschen meditieren.
Dreimal tief atmen.
Eine super Morgenroutine mit fünf teuren Supplements.

Und zack. Alles wieder gut.

So funktioniert das leider nicht. Wenn dein System wirklich erschöpft ist, braucht es zuerst etwas anderes.

Mini-Energie. Kleine Hilfen, kleine Impulse, die deinem Körper zeigen: Es ist okay. Du darfst wieder locker lassen. Du darfst fühlen. Du darfst atmen. Du darfst einfach hier sein. Einfach eine kleine Info an dein Nervensystem: Du lebst. Was für eine geile Sache.

Genau darum geht es heute.

Was bringt mehr Energie und Spaß im Alltag?

Wir starten heute, so mitten aus der Erschöpfung heraus, nicht erst wenn die Muse uns küsst oder endlich Wochenende ist. Jetzt und zwar mit drei Dingen. Für die nächsten ein oder zwei Wochen, machen wir drei Sachen, nicht zwanzig Hacks.

Drei….. manchmal auch nur eins. Ich mache diese Schritte Die ersten Schritte jetzt seit etwa zwei Wochen (ich schreibe etwas zeitversetzt, will ja euch nur Sachen weitergeben, die zumindest mir ein bisschen was bringen).
Hin und wieder vergesse ich meinen großen Plan einfach und laufe im Autopilot durch den Tag, aber oft schaffe ich es doch zumindest an eine Sache zu denken. Genau deshalb bleiben es erstmal nur drei Dinge.

Das Nervensystem braucht gerade keine komplizierten Programme. Es braucht schnelle Energie und Spaß.

Tipp 1: Energieübungen bringen deinen Körper wieder in Bewegung

Wenn du erschöpft bist, wirkt Bewegung zunächst ziemlich absurd.

Du bist müde, verdammte Axt.
Du willst sitzen, liegen, eine Massage und n Sekt, auf Eis, auf den Bahamas.
Trotzdem Bewegung bringt’s. Wirklich.

Sobald du deinen Körper kurz aktivierst, entsteht wieder Energie. Ich habe kürzlich gelesen, dass unsere Köpfe maximal überfordert, gestresst und gereizt sind. Unsere Körper hingegen sind total unterfordert. Sie sind unbewegt, ungefühlt und gelangweilt. Und das ist so wahr.

Also wecken wir ihn wieder auf. Nicht mit einer Stunde täglichen Sport, hallo wer soll das schaffen?!

Mit 30 Sekunden oder einer Minute, wie du Bock hast.

Tipps für mehr Energie im Alltag.
Wir finden unsere Lebensfreude wieder

1. Schütteln

Stell dich hin und schüttle Arme und Beine locker aus. Stell dir vor, deine Hände sind nass und du hast kein Handtuch griffbereit.

Alles rausschütteln. Stress, Anspannung, schlechte Laune. Weg damit.

30 Sekunden reichen.

Das löst Spannung im Nervensystem. Dein Körper merkt sofort, dass er nicht verkrampft und angespannt bleiben muss, er darf sich endlich mal locker machen.

2. Hüpfen

Ein paar kleine Sprünge auf der Stelle. Kein Workout. Einfach hüpfen.

Wenn du möchtest, zähle bis 100. Du kannst auch die Hüfte drehen oder von links nach rechts springen. Dein Körper weiß ziemlich gut, was ihm guttut. Meist freut er sich wie ein kleiner Hundewelpe, der endlich Gassi gehen darf.
Der Kreislauf kommt in Schwung. Müdigkeit verschwindet oft erstaunlich schnell.

3. Hampelmänner

Der Klassiker aus dem Sportunterricht.

20 Stück reichen völlig.

Ich mache sie manchmal in der Küche, während der Wasserkocher läuft. Sieht vielleicht bescheuert aus. Fühlt sich aber richtig gut an. Oder du machst sie kurz im Bad nach dem Händewaschen, bevor du unter die Dusche gehst… Egal.

Der Punkt ist nicht Fitness. Der Punkt ist Energie und Spaß. Du darfst dich bescheuert fühlen, das ist witzig, du bist nur die Mum, die die Regeln macht und die Karotten schnippelt, du darfst bescheuert sein, rumhüpfen, dich selbst anlachen oder auslachen, egal hauptsache du lachst.

Tipp 2: Kälte ist der schnellste Energie-Booster

Kälte wird völlig unterschätzt. Du musst allerdings nicht gleich in einen Eissee springen. Kleine Erfrischungen reichen.

1. Face Icing

Kaltes Wasser ins Waschbecken. Dann tauchst du dein Gesicht für ein paar Sekunden ein. Alternativ gibt es kleine Ice-Sticks fürs Gesicht. Kosten ein paar Euro. Du füllst sie mit Wasser und hast einen kleinen Eis-Lolli fürs Gesicht. Anti-Aging gibt es gratis dazu. Normale Eiswürfel funktionieren natürlich auch.

Selbst müde Mamas werden davon wieder wach.

Face-Icing

2. Wechseldusche

Warm duschen. Danach zehn Sekunden kalt und nochmal von vorne. Was Oma schon wusste, ist meistens nicht so verkehrt.

Mehr braucht es nicht, der Kopf fühlt sich sofort klarer an. Gemütlich ist das nicht unbedingt, aber manchmal müssen wir die Komfortzone kurz verlassen, wenn wir möchten, dass sich etwas verändert.

Tipp 3: Musik ist ein echter Energie-Knopf

Musik wirkt direkt auf unser Nervensystem. Sie kann beruhigen oder aktivieren. Manchmal sogar beides gleichzeitig. Ein Lied verändert oft mehr als eine halbe Stunde Grübeln darüber, wie du deine Energie zurückbekommst.

Mein Energie-Song ist und bleibt…. trommelwirbel…. Shake It Off.

Ja, wirklich. Lieben auch die Kids und zusammen machts eh noch mehr Spaß. Besonders wichtig ist Musik für mich mittags. Mein Mittagstief kommt zuverlässig, um 13:30 Uhr direkt nach dem Mittagessen winkt es mir zu und kommt ungefragt hereingestürmt und knockt mich um. Ganz egal ob es Spaghetti gab oder Salat. Plötzlich werde ich müde, der Kopf wird langsam und halleluja sieht das Sofa verführerisch aus.

Also starte ich Musik und bewege mich drei Minuten, trinke noch ein großes Glas Wasser und schon geht es wieder. Kein Akku von 100%, aber zumidest wieder grüner Bereich.

Der wichtigste Trick: Mach es sichtbar

Diese drei Dinge funktionieren nur, wenn du sie auch wirklich machst. Deshalb habe ich mir eine Liste ausgedruckt. Groß und gut sichtbar. Darauf stehen genau diese drei Punkte und sie hängt jetzt am Kühlschrank, neben der Kaffeemaschine und am Badezimmerspiegel.

Warum?

Weil mein Gehirn diese Dinge sonst einfach vergisst. Je öfter du sie siehst, desto größer ist die Chance, dass du sie tatsächlich ausprobierst.

Was mir gerade noch nicht hilft

Ganz ehrlich, es gibt viele Dinge, die theoretisch großartig für Energie und mentale Gesundheit sein sollen.

Meditation.
Journaling.
Atemübungen.

Ich glaube fest daran, dass sie viel verändern können. Momentan sind sie für mich jedoch zu aufwendig.

Abends Beine hochlegen und fünf Minuten bewusst atmen klingt wunderbar. In der Realität schlafe ich meistens mit meinen Kindern ein und wenn nicht, freue ich mich einfach nur auf die neueste Bridgerton-Folge und eine große Tasse Tee. (Wenn das für dich aber total easy klingt, dann probiere es gerne einfach aus, vielleicht ist das ja der DR Gamechanger für dich – schreib es gerne in den Kommentaren.)

Meditation klappt ebenfalls (noch) nicht. Mein Kopf springt herum wie ein Flummi, die Nase juckt, die Füße sind kalt. Dann mahe ich liber erstmal andere Sachen, statt mich zu ärgern. Selber hüpfen wie ein Flummi und mich freuen, statt mich über meine springenden Gedanken zu ärgern.

Journaling liebe ich dagegen wirklich… wirklich…wirklich!!! Schreiben ist der Hammer!

Es gab eine Zeit, da habe ich fast täglich geschrieben. Ich habe Affirmationen aufgeschrieben, mein Traumleben beschrieben, Ideen gesammelt. Irgendwann begann ich Dinge zu glauben, die vorher viel zu groß für mich wirkten.

Pläne.
Ideen.
Träume.

Das war ziemlich magisch. Ich hoffe sehr, irgendwann wieder dahin zurückzufinden. Im Moment liegt der Fokus auf etwas anderem.

Energie aufbauen.

Danach kommt alles Weitere. Schritt für Schritt. Gaaaanz langsam!

Bonustipp für mehr Energie im Alltag

Geh nach draußen. Du weißt das vermutlich längst. Ich weiß es auch. Trotzdem schadet eine Erinnerung nicht. Frische Luft wirkt erstaunlich gut, gehe spazieren gehen, werkel im Garten oder trinke deinenKaffee am offenen Fenster.

Oooder joggen. Ich gehe tatsächlich gern joggen. Leider mache ich es trotzdem viel zu selten, weil es sich im Alltag oft nicht machbar anfühlt. Dieses Nicht-machbar- Gefühl lassen wir auch erstmal in Ruhe, auch wenn es natürlich nicht ganz die Wahrheit sagt, denn wieviel Bildschirmzeit hattest du heute? … ja ich auch!

Aber darum kümmern wir uns später.

Raus aus dem Überlebensmodus – Schritt für Schritt

Wenn du erschöpft bist, brauchst du keine perfekte Morgenroutine. Du brauchst kleine Energie-Momente.

Schütteln.
Kälte.
Musik.

Das sind meine ersten Schritte, um meine Lebensenergie zurückzuholen. Vielleicht funktionieren sie auch für dich. Falls nicht, finden wir gemeinsam andere Wege.

Denn genau darum geht es in diesem Blog.

Ich probiere Dinge aus. Ich erzähle ehrlich, was für mich funktioniert und was nicht. Zusammen schauen wir, wie für uns wieder mehr Energie und Spaß  im Alltag möglich wird.

Kurze Antworten auf die wichtigsten Fragen

Wie bekomme ich mehr Energie im Alltag?

Kleine körperliche Impulse helfen sofort. Bewegung, kaltes Wasser oder Musik aktivieren dein Nervensystem und bringen Energie zurück.

Was bringt mehr Energie im Alltag?

Mini-Bewegungen, kurze Kältereize sowie frische Luft helfen deinem Körper, aus dem dauerhaften Stressmodus herauszukommen.

Was tun für mehr Energie im Alltag?

Schreibe dir drei einfache Energie-Booster auf und hänge sie an Orte, die du täglich siehst. So erinnerst du dich automatisch daran.

Wie bekomme ich meine Lebensenergie zurück?

Starte klein. Statt dein ganzes Leben umzukrempeln, beginne mit kurzen Energie-Impulsen. Wenn die Energie langsam zurückkommt, folgen weitere Schritte fast von allein.

Wenn du möchtest, starten wir gemeinsam.

Woche 1 besteht aus genau drei Dingen.

Schütteln.
Kälte.
Musik.

Probier es morgen einfach einmal aus.

Wenn du magst, erzähl mir in den Kommentaren, wann du dich am Tag am meisten erschöpft fühlst und welche ein, zwei Tricks dir helfen.

Schön, dass du mitmachst.

Deine Sandra.
Mehr Pausen- mehr Energie

 

 

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